Old Joe Clark

Ein Volkslied, das im Ersten Weltkrieg von Soldaten aus Kentucky gesungen wurde. Ich hab es jetzt mal schnell eingespielt, weil Arabella gern Volkslieder hören wollte. Angeblich gab es sogar mal einen Joseph Clark in Kentucky, um seine Biografie ranken sich Legenden, wahrscheinlich war er ein ziemlicher Tunichtgut. Die über 90 überlieferten Strophen legen das jedenfalls nahe. Sie handeln, neben sinnfreiem Blödsinn, oft von Sauferei und Geringschätzung der Religion.
Old Joe Clark begegnet bis heute jedem, der versucht das 5saitige Banjo im Clawhammer-Stil zu lernen. Diese auf urtümlichen Instrumenten eingespielte Volksmusik existiert bis heute als sogenannte „Old Time Music“. Sie entwickelte sich wohl ursprünglich in den südlichen Appalachen, Kentucky, Tennessee und Virginia sind oft genannte Staaten. Neben der Volksmusik sind bis heute wirtschaftlich schwierige Verhältnisse eine Spezialität der Region. Die berühmten Kohlenminen von Kentucky etwa besangen nicht nur Kris Kristofferson und Janis Joplin. Die Hoffnung auf Arbeitsplätze in der Kohlenregion bescherte auch noch jüngst Donald Trump große Wahlerfolge bei ehemals überzeugten Wählern der Demokraten. Auch ist es in dieser Gegend uralte Tradition, daß trotz verbreitetem Rassismus die weißen Kumpel mindestens ebenso erbärmlich behandelt wurden, wie schwarze Landarbeiter. Es gab viele blutige Streiks und Arbeiteraufständen, welche auch in die Geschichtsbücher eingingen. Das Bild der Appalachen in der Popkultur ist aber eher geprägt von den idealtypischen Hindlerwäldlern wie jenen aus dem Film „Beim Sterben ist jeder der erste„, im Original „Deliverance“. Neben der Klischeehaften Darstellung von inzestuösen Dorfpsychopathen, die sich vor keinem Zombie verstecken brauchen, zeigt der Film übrigens auch ganz hervorragende Banjomusik.
In den 20er und 30er Jahren dann gab es Massenhafte Auswanderung in die neu entstehenden Industriezentren um die großen Seen. Und so wie schwarzer Blues und Kirchenmusik in den ebenfalls industriell aufgezogenen Studios von Detroit zum Motown-Sound wurde, brachten die Weißen aus den Appalachen ihre Volksmusik mit, welche sich dort unter Regie professioneller Produzenten zu Bluegrass und schließlich zur Country entwickelte und per Radio über das Land ausbreitete. Die Haus- und Volksmusik blieb demgegenüber das altmodische, eben Old Time. images

In den Elenden Anhöhen – Der Alte Mann und der Teufel – Kapitel 4

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Sein Weg führte den alten Mann ein kurzes Stück durch die eintönige, karge Ebene des Hinterletzten Winkels. Doch der dürre, graue und braune Bewuchs des unfruchtbaren Bodens nahm schnell ab. Der Untergrund wurde immer Steiniger und begann, anzusteigen. Schon bald fand er sich am Fuße mächtiger Hügel. Ein Geröllfeld erhob sich nun vor ihm. Hier würde er nur schwer weiterkommen. So wandte er sich seitwärts auf der Suche nach einem Pfad hinauf ins Gebirge. Er machte sich zwar keine großen Hoffnungen, aber er freute sich zumindest, das seltsame Dorf der Verdammten hinter sich zu wissen. So überdachte er bei sich die Unglaublichkeiten der vergangenen Tage. Da tat sich im Hang eine Spalte auf. Wie ein trockenes Bachbett wand sie sich den Hügel empor. Der Boden schien begehbar. Frohen Mutes begann der alte Mann hier seinen Aufstieg in die elenden Anhöhen. Sein Weg führte ihn zunächst durch die Felsspalte, die bald zu einer richtigen Schlucht wurde. Nach einer mühseligen Kletterpartie gelangte er in ein Hochtal. Der alte Mann folgte immer dem am leichtesten gangbaren Pfad. Ob er jemals irgendwo ankam, kümmerte ihn nicht. Eine Weile sah es auch so aus, als würde er nirgendwo ankommen. Etliche Stunden wanderte er durch das Tal, immer der Steigung folgend. Schließlich erklomm er wiederum einen steilen Hang. Die Sonne begann früh hinter den Bergen zu verschwinden. Frostige Schatten eilten der nahenden Nacht voraus. Im letzten Tageslicht überschaute der alte Mann nun ein weites Plateau, umstanden von fernen Gipfeln. Hier stand er nun, fast nackt und völlig Schutzlos der kalten Nacht ausgeliefert. Der alte Mann setzte sich und beschloss, hier zu bleiben und noch in dieser Nacht zu erfrieren.

Die Nacht fiel mit plötzlicher Schwärze über den rauen Hügeln, der alte Mann konnte nicht die Hand vor Augen sehen. Am mondlosen Himmel funkelten dafür umso deutlicher die Sterne. Den alten Mann fröstelte gewaltig. Jedoch war es mit dem erfrieren nicht so einfach, wie er sich das noch in der Dämmerung vorgestellt hatte. So wenig wie die Elenden Anhöhen richtige Berge waren, war die Kühle der Nacht ein richtiger Frost. Zudem geriet ihm der felsige Untergrund zu einem quälend unbequemen Sitz. Zur Kälte gesellten sich noch Hunger und Durst. Unruhe und Langeweile erfassten ihn. Er wandte sich um und um, versuchte seine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Da erschien es ihm in unbestimmter Ferne ein flackerndes Licht. Für einen Stern stand es viel zu tief, es musste auf der Bergflanke sitzen. Außerdem erschien es nicht in kalten Sternenweiß, sondern schimmerte gelblich und flackerte, wie eine Kerzenflamme. Freudige Hoffnung ergriff den alten Mann: Das konnte nur die Berghütte des Teufels sein, noch dazu offensichtlich bewohnt. Doch wie sollte er in der Finsternis dorthin gelangen, über das raue Gelände voll Felsen und Geröll? Er würde sich alle Knochen brechen und auf halbem Wege verwundet liegenbleiben.

Eine Weile Grübelte er ängstlich und wägte seine Möglichkeiten ab. Wäre es nicht vernünftiger, die Nacht hier am selben Platz zu verharren und erst im Tageslicht den nunmehr sicheren Weg zu beschreiten? Aber der alte Mann war ungeduldig wie ein Kind. Vorsichtig tastend bewegte er sich auf die Lichtquelle zu. Nach zwei Schritten stolperte er, stieß sich schmerzhaft den Ellenbogen und schürfte sich die Hände auf. Kaum raffte er sich auf, fiel er schon wieder. Dieser Sturz brachte ihm einen blutigen Schädel. Aber er gab nicht auf. Mühsam blinzelnd fixierte er die Lichtquelle und tastete sich weiter. Vorsichtiger dieses Mal schaffte er immerhin zehn Schritte. Dann trat er auf einen rollenden Stein, verlor das Gleichgewicht und zerschmetterte sich das Knie. So blieb er eine Ewigkeit liegen, die Sterne tanzten vor seinen geschlossenen Augen. Sein Atem ging schwer. So lag er also wie er befürchtet hatte, völlig zerschunden und bewegungsunfähig. Aber ein seltsamer Ehrgeiz hatte ihn gepackt. Als der schlimmste Schmerz nachließ bewegte er sich erneut. Auf allen Vieren kroch der alte Mann nun weiter durch die finstere Landschaft.

Mit letzter Kraft erreichte er eine kleine Hütte aus unbehauenen Steinen. Er brauchte nicht zu klopfen. Seine mühsames voran Kriechen verursachte genügend Lärm. Im Türsturz erwartete ihn ein hagerer Mann, gehüllt in schwarzen Umhang

Die gesamte Erzählung vom Alten Mann und dem Teufel erscheint hier als fortlaufender Text. Das vorangegangene, dritte Kapitel steht als einzelner Blogbeitrag hier.  

Im Dorf der Verdammten – Der alte Mann und der Teufel – Kapitel 3

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Der Eber stob panisch durch den dichten Wald. Der Alte Mann hielt sich krampfhaft fest und duckte sich, so gut er nur konnte. Doch das rasende Schwein brach rücksichtslos durchs dichteste Gestrüpp, dass sein Reiter völlig zerkratzt und geradezu durchgepeitscht wurde. Auf der ersten Meile war der alte Mann starr vor Schreck. Mitten im Wald wünschte er sich, er hätte doch lieber Rechtzeitig den Henker auf die Möglichkeiten des Strickes aufmerksam gemacht, mit dem er jetzt so kläglich an das wild gewordene Tier gefesselt war. Denn er war sich sicher: Überleben würde er diesen Ritt auf gar keinen Fall und beim Henker wäre es weit weniger Qualvoll gewesen. Denn der Henker war ein freundlicher Mensch.

Schließlich aber hatte die merkwürdige Paarung den Wald hinter sich gelassen. Sie galoppierten über eine Ebene und der Alte Mann empfand sein Dasein nun fast als angenehm. Sicher, der rasende Eber schien nun erst richtig Fahrt aufzunehmen und die ununterbrochenen Stöße zermalmten dem alten Mann sämtliche Knochen. Aber wenigstens bekam er keine Zweige mehr durchs Gesicht gepeitscht. Nur noch verschwommen nahm er die Veränderung wahr, als sie die Ausläufer der Undurchdringlichen Sümpfe erreichten. Die Heftigkeit der Stöße nahm auf dem weicheren Boden ab. Irgendwann spritzte das Wasser immer höher, aber das wilde Schwein wurde nicht langsamer. Mitten in den Sümpfen verließen den alten Mann seine Kräfte und er verlor das Bewusstsein.

Sein schmerzender Körper zwang den alten Mann schließlich wieder zurück ins Leben. Er erwachte mühsam in einem fremden Bett, Dunkelheit umgab ihn. Er vernahm Gemurmel und spürte die neugierigen Blicke mehrerer Menschen. Aber es dauerte eine Ewigkeit, bis er Umrisse erkennen konnte. Jemand schüttelte ihn, die Stimme einer Frau redete auf ihn ein. Gleichzeitig versuchte jemand ihm, heiße Suppe einzuflößen. Die Speise verfehlte ihre Wirkung nicht. Der alte Mann fand sich in einem Alkoven, notdürftig gepolstert mit einem Strohsack. Langsam verstand er auch, was die Frau von ihm wollte, einzelne Worte drangen in seinen gequälten Verstand und ergaben sogar einen Sinn:

Wie lautet die Botschaft? Alter Mann, wach auf. Was befielt der Herzog? Wie lautet die Botschaft? Wach auf und sag sie uns. Alter Mann.

Was für eine Botschaft? Stammelte der alte Mann mühsam. Ich habe doch keine Botschaft.

In der Hütte erhob sich ungläubiges Gemurmel:

Er muss doch eine Nachricht für uns haben.

Der alte Mann gewöhnte sich an das Licht und erkannte eine Reihe ausgemergelte, zerzauste Gestalten. Es schienen Männer, Frauen und Kinder dabei zu sein. Wie viele es genau waren, konnte er nicht erkennen. Am deutlichsten sah er die Frau unmittelbar vor ihm, die ihn mit heißer Suppe fütterte. Ihr Gesicht war hager und schmutzig, ihr Alter zu schätzen erschien ihm schwer möglich. Ihr Haar war wild und ungepflegt. Die anderen in der Hütte sahen anscheinend nicht viel besser aus Anstelle von Kleidern trugen sie Lumpen, die ehemals ein grober Sack gewesen sein mochten. Seltsamerweise waren diese Leute über und über behängt mit Schmuck, Amuletten, bunten Haarbändern und glänzenden Ketten. Am Arm der Frau baumelte eine ganze Batterie von Reifen, viele mit Glöckchen versehen. Es klirrte und schellte bei jeder ihrer Bewegungen, so auch jetzt, als sie ihn energisch an der Schulter packte:

Du musst eine Nachricht für uns haben. Zum ersten mal bringt uns das Königliche Schwein einen Boten. Sag es uns, es ist Deine Pflicht, wir haben ein Recht, es zu hören.

Der alte Mann erwachte vollends, seine erstaunte Verzweiflung, mit der dieses Abenteuer begonnen hatte, war wieder da.
Ich bin doch kein Bote, stammelte er. Ich suche den Teufel.

Die Zuhörer erstarrten. Dann fingen sie wieder an zu Murmeln.
Was willst Du vom Teufel? Fragte die Frau erneut scharf. Sollst du ihm unsere Geschäfte verbieten?
Was denn für Geschäfte? Der alte Mann erinnerte sich dunkel, der Henker hatte ihm von irgendwelchen Geschäften des Teufels mit dem Dorf der Verdammten erzählt. Da sprach die Frau erneut:
Das weiß doch jeder. Wir geben dem Teufel unser wertloses Geld, dafür versorgt er uns mit unnützem Plunder und Tand.

Stolz strich sie über ihren reichhaltigen Halsschmuck. Der alte Mann ließ sich erschöpft auf das Lager fallen und stöhnte:
Aber im Lächerlichen Reich gibt es doch kein Geld.
Wir haben es uns selber ausgedacht, erwiderte die Frau mit kämpferischem Stolz in der Stimme.Wir schneiden Scheiben aus getrocknetem Schilf und machen ein sinnloses Zeichen darauf. Und der Teufel nimmt es als Geld an. Sonst haben wir doch nichts hier. Der Herzog darf es uns nicht wegnehmen.

Die Stimmung unter Dorfbewohnern schien nun etwas bedrohlich. Der alte Mann bekam es mit der Angst und beeilte sich zu antworten:
Niemand will Euch Euer Geld wegnehmen. Ich suche den Teufel, weil ich ihn fragen will, was er für einen Pakt mit dem Kronprinzen ausgehandelt hat. Der König erwartet meine Antwort und wenn ich sie ihm nicht bringe, lässt er mich Köpfen.
Das Gemurmel schwoll an. Die Frau diskutierte gedämpft mit den anderen. Schließlich wandte sich erneut dem alten Mann zu und schien sogar ein wenig zu lächeln:
Das Tut uns leid für Dich. Der Teufel war vorgestern hier und ist schon weitergezogen. Er hat viel zu tun und wird in diesem Monat nicht wiederkommen.
Wo ist er hingezogen? Ich muss ihm sofort folgen.Der alte Mann versuchte aufzustehen, doch die Frau drückte ihn mit sanfter Entschlossenheit auf den Strohsack zurück.
Du kannst noch nicht aufstehen. Du kannst froh sein, dass Du den Ritt auf dem Eber überlebt hast. Du musst eine Weile hier bei mir bleiben. Ich bin der Häuptling vom Dorf der Verdammten. Und Wie heißt Du?
Ich bin ein armer Schweinehirte, einen Namen konnte ich mir mein Lebtag nicht leisten. Jetzt nennen mich alle alter Mann.
Das ist gut. Und jetzt Schlaf, alter Mann.

Der alte Mann erwachte ziemlich erholt. Sonnenlicht drang durch kleine Öffnungen in der Wand der Hütte. Er sah sich um: Die Hütte schien aus Lehm und Zweigen gebaut, krumme Äste bildeten die Dachbalken, in der Mitte des einen Raumes auf Lehmboden schwelte eine Feuerstelle vor sich hin. Die Behausung war krumm und denkbar ärmlich. Einzig, die Wände hingen voll mit merkwürdigen Figürchen, bunt bemalt oder aus glänzendem Metall. Jeder freie Winkel stand voll mit nutzlosem Tand, ganz offensichtlich die Handelsware des Teufels. Langsam erhob sich der alte Mann. Er sah an sich herunter: Seine Kleider waren von dem Ritt auf dem Eber arg mitgenommen und hingen ihm praktisch in Fetzen von seinem Körper. Da ging die Tür und der Häuptling, ganz offensichtlich die Besitzerin der Hütte trat ein. Sie schien sich zu freuen, den Gast zu sehen und begann sofort zu reden

Endlich bist Du aufgewacht. Komm mit ich zeige dir unser Dorf. Du hast bestimmt Hunger. Aber leider haben wir nichts mehr. Und wir wissen ja nicht, wann das nächste Schwein kommt. Glaub mir, ein Spaziergang lenkt ab, wir haben da Erfahrung.Der alte Mann schaute verständnislos.

Ihr habt nichts zu Essen?

Nein, hier wächst doch nichts. Nichts, was wir essen könnten und kein Futter für Vieh, das wir nicht besitzen. Wir essen das königliche Schwein, wenn es kommt. Und wenn nicht, essen wir nichts. Ein karges Leben, ab und zu verhungert jemand, aber wir erfreuen uns dann an unserem Schmuck. Sonst haben wir doch nichts.

Behende sprang die Frau in der Hütte herum und sammelte allerlei Ketten und Amulette ein. Die hängte sie kurzerhand dem alten Mann um die Hals.
Hier, du sollst auch welchen haben. Wir alle hier tragen die Sachen. Und du sollst nicht schlechter gestellt sein, jetzt wo du in meiner Hütte wohnst. Wie stünde ich denn da als Häuptling?
Sie packte den alten Mann am Arm und führte ihn hinaus auf einen Dorfplatz aus getrocknetem Schlamm. Drumherum standen etwa ein Dutzend mit Reisig und Moos gedeckte Hütten. Die sahen von außen noch elender aus, als der Innenraum des Häuptlingshauses vermuten ließ. Den alten Mann wunderte das überhaupt nicht.

Hier versuchen wir, zu überleben.

Der alte Mann sah sich um und wusste nicht recht, was er sagen sollte. Tatsächlich sah man weit und breit nichts, wovon ein Mensch seinen Unterhalt hätte bestreiten können. Er befand sich hier wahrlich im Hinterletzten Winkel des lächerlichen Reiches. In der Ferne zu seiner Rechten konnte er schemenhaft die Ausläufer eines Gebirges erkennen: Die Elenden Anhöhen, nicht mehr Hügel aber auch noch keine Berge, eine schroffe Landschaft aus kahlem Fels. Zu seiner Linken vermutete er hinter einem dunstigen Schleier die Lebensfeindliche Einöde, eine berüchtigte Wüste ohne Wasser und Schatten. Über die Gegend gab es nicht viel zu reden, schon gar nicht mit den Menschen die hier leben mussten. Der alte Mann sprach also ohne weitere Umschweife seine Suche nach dem Teufel an:
Der Teufel kommt also regelmäßig hier vorbei? Macht ihr schon lange Geschäfte mit ihm.
Die Frau strahlte freudig:
Oh ja! Schon seit mehreren Generationen besucht uns der Teufel regelmäßig. Er ist – außer dir jetzt – der einzige Fremde, der zu uns in den Hinterletzten Winkel kommt. Das ist für uns immer eine große Ehre.
Und Eure Geschäfte sind doch sehr wichtig?
Überhaupt nicht. Ich habe Dir doch schon gesagt, unnützer Plunder gegen wertloses Geld. Da gewinnt keiner von uns etwas. Uns ist die Anerkennung wichtig. Und die Ratschläge.
Der alte Mann verstand nicht, worauf der Häuptling hinauswollte:
Was denn für Ratschläge?
Die Frau schwelgte vor Begeisterung:
Der Teufel ist ein erfahrener und weltgewandter Geselle. Er plaudert hier jedes Mal lange mit uns. Und seine Ansichten erweitern unseren Horizont, machen das Leben hier überhaupt erst erträglich.
Der Teufel gab also im Dorf der Verdammten im Hinterletzten Winkel kostenlos seine Weltanschauung zum Besten. Der alte Mann verzichtete darauf, das zu kommentieren. Die Frau fuhr jedoch unbeirrt fort:
Beim letzten Besuch hat er uns erklärt, wie wir ein freies, selbstbestimmtes Leben führen können.
Tut ihr das nicht sowieso schon? Ich meine, der Herzog ist weit weg und keiner behelligt euch. Im Vergleich zu meinem Leben seid ihr alle hier doch ziemlich ungebunden.

Kein Mensch ist wirklich frei, solange er die falschen Ziele verfolgt. Solange wir uns unerreichbares vornehmen, drehen wir uns immerzu nur im Kreis, ohne je irgendwo anzukommen. Wir sind gefangene unserer unerfüllbaren Wünsche.

Der alte Mann verstand nicht wirklich, worauf seine Gastgeberin hinaus wollte. Er selbst wäre froh, wenn er nach erreichen seiner vielleicht nicht grade falschen, so doch ihm selbst ziemlich schleierhaften Ziele den Kreis schließen und wieder bei sich zu Hause ankommen würde. Aus Höflichkeit nickte er verständig:
So habe ich das noch nie betrachtet. Unsere Wünsche quälen uns also?

Genau! Weil wir das ewige Naturgesetz nicht beachten. Und das hat uns der Teufel letzte Woche gelehrt. Dem einen sein Brot ist dem andern sein Tod.

Klingt ja ganz einfach. Aber auch etwas unangenehm Davon werden wir freier?

Du musst die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Kein Wesen auf der Welt kann auch nur einen Atemzug tun, ohne einem anderen zu schaden. Was auch immer du unternimmst, es wird irgendwem Übles daraus erwachsen. Das ist unser aller Schicksal, wir können nicht dagegen an.

Der alte Mann ließ sich auf die Worte des Häuptlings ein und dachte darüber nach. Etwas besseres gab es für ihn sowieso nicht zu tun. Dann antwortete er:
Traurig genug. Aber dann sollten wir besser gar nichts mehr tun, um möglichst wenigen zu schaden?
Die Frau kam langsam in Fahrt:
Aber nein. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir müssen anfangen, anderen absichtlich zu schaden. Es ist unsere Bestimmung, wir sollten uns nicht dagegen sträuben.
Der alte Mann fand diese Schlussfolgerung nicht wirklich einleuchtend. Der Idee wohnte etwas geradezu teuflisches inne. Kein Wunder eigentlich, wenn man die Umstände bedachte. Vorsichtig fragte er:
Ihr nehmt euch jetzt also jeden Tag eine schlechte Tat vor und führt ein erfülltes Leben?Aber nein, widersprach ihm die Frau. Wem sollten wir hier denn schaden? Es geht uns allen doch schon schlecht genug. Gut, wir essen die königlichen Schweine des Herzogs. Aber die schickt er freiwillig.
Der alte Mann verstand nicht wirklich, er fühlte sich auf einmal sehr matt. Die Frau sah ihn besorgt an:
Du brauchst doch nicht so elend zu schauen. Dir werden wir doch auch nichts tun. Dir wurde schon übel genug mitgespielt.
Den alten Mann beruhigte das nicht wirklich. Er verspürte das dringende Bedürfnis, diesen merkwürdigen Ort zu verlassen. Jedoch versuchte er höflich zu bleiben:
Ich glaube wirklich, ich sollte den Teufel mal persönlich treffen. Kannst du mir wirklich nicht sagen, wo ich ihn finden kann?
Die Frau hielt inne und überlegte kurz.
Ja, du hast völlig recht. Der Teufel kann dir das selber viel besser erklären. Er war vor ein paar Tagen hier und kommt so schnell nicht wieder. Aber du könntest hinauf in die Elenden Anhöhen gehen. Dort besitzt der Teufel ein kleines Haus. Das hat er uns zumindest mal gesagt. Wenn du sofort losgehst, schaffst du es vielleicht noch bis zum Abend.
Ist es weit? fragte der alte Mann besorgt.

Das weiß ich nicht. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob das Haus überhaupt existiert.

Die Antwort begeisterte den alten Mann zwar nicht. Aber eine mühselige Wanderung zu einem ungefähren Ziel war immerhin besser als ein lebensgefährlicher Ritt auf einem wilden Schwein. Also verabschiedete sich der alte Mann vom Häuptling und bedankte sich für die Hilfe und Gastfreundschaft. Dann ging er wie er war, mit ein paar Fetzen bekleidet und unsinnigem Schmuck behängt auf die Ausläufer der Elenden Anhöhen zu.

Im Palast des Königs – Der alte Mann und der Teufel, Kapitel 2

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Der Palast des Königs war ein umgebauter Schweinestall inmitten eines dichten, dunklen Eichenwaldes. Der alte Mann beschritt also den mühsamen Weg durch den Wald und erreichte schließlich den hölzernen Palast. Vor dem Tor stand ein junger Mann in feinen Gewändern und ein Esel. Der Esel war mit einem dicken Strick am Torpfosten angebunden. Das Tier zerrte verzweifelt an dem Strick und versuchte zu fliehen, während der edel gekleidete Mann ihm einen Vortrag hielt. Die beiden schenkten dem alten Mann keinerlei Beachtung, als er durchs Tor auf den ungepflasterten Hof ging. Dort spazierte eine hochnäsige junge Frau umher, doch auch sie beachtete den alten Mann nicht. Und der wagte seinerseits auch nicht, das hohe Fräulein anzusprechen. Ein wenig hilflos strich der alte Mann also auf dem Hof herum. Hinter einem der weitläufigen Schweineställe schließlich stieß er auf einen stattlichen Knecht. Der saß auf einem Holzblock und genoss, die Füße auf ein Bänkchen gelegt, die Mittagssonne. Schüchtern näherte sich der alte Mann dem Knecht und sprach ihn an:
Sei gegrüßt, Knecht unseres Königs. Darf ich Dir eine Frage stellen?
Der Knecht sah den alten Mann entgegenkommend an:
Selbstverständlich, ehrwürdiger Greis. Wie Du siehst, habe ich grade nichts zu tun. Da nehme ich mir gerne Zeit für Deine Fragen.
Der alte Mann also fragte rundheraus:
Sage mir doch, Knecht, wo finde hier den Henker des Königs?
Der Knecht strahlte zufrieden:
Ich selbst bin der Henker hier am hölzernen Palast unseres allseits geschätzten Königs. Was kann ich für Dich tun?
Der alte Mann stammelte verunsichert:
Nun, der König hat befohlen, dass ich heute Abend geköpft werden soll. Und da wollte ich mich schon einmal vorstellen.
Der Henker blickte nachdenklich.
Verehrter Greis. Es ist wirklich sehr Freundlich von Dir, mir derart entgegen zu kommen. So viel Hilfsbereitschaft erlebe ich in meinem Beruf nur sehr selten. Aber ich muss Dich enttäuschen. Ich kann in nächster Zeit leider niemanden hinrichten.
Der Greis entgegnete verwirrt:
Wieso denn nicht? Hat der König etwa noch keinen Befehl erlassen?
Der Henker beruhigte den alten Mann:
Daran liegt es nicht. Gewiss, einen Befehl habe ich tatsächlich nicht. Aber wenn Du mir Dein Todesurteil mitteilst, dann würde ich gewiss die Hinrichtung vollziehen. Du wirkst so vertrauenswürdig, dass ich nicht auf Befehle des Königs warten muss. Allein, es fehlen mir sämtliche Mittel für meinen Beruf und ich kann Dir nicht sagen, wann ich sie wieder erhalte.
Der alte Mann sah den Henker fragend an. Darauf erklärte dieser geduldig:
Um Dich zu köpfen, bräuchte ich ein Beil. Nun hat mir aber just gestern unser Kronprinz und zukünftiger Herrscher Jakob, der Leichtsinnige mein einziges Henkersbeil weggenommen. Und wie ich ihn kenne, wird er es nicht so schnell zurückbringen. Wenn er es nicht sowieso verliert.
Der Alte Mann wurde neugierig:
Wozu braucht der Kronprinz Dein Beil?
Der Henker antwortete:
Das weiß ich nicht so genau. Er sagte, er müsse dringend Holz hacken im Wald. Weil er das für seinen Pakt mit dem Teufel braucht.
Der alte Mann rief erregt:
Genau deshalb soll ich doch geköpft werden!
Nun war der Henker verwundert:
Weil Der Kronprinz im Wald Holz hackt?
Der Alte man erwiderte aufgeregt:
Nein. Ich soll beurteilen, ob der Pakt mit dem Teufel richtig und vorteilhaft ist. Aber ich kann doch gar nicht lesen. Also kann ich den Pakt nicht beurteilen und muss daher geköpft werden.
Er zog das Papier, das ihm der König gegeben hatte aus der Tasche und zeigte es dem Henker.
Hier, sieh! rief er. Kannst Du vielleicht lesen? Weißt Du etwas über den Pakt?
Der alte Mann zappelte unruhig herum und der Henker fühlte sich allmählich in seiner Mittagsruhe gestört. Er atmete durch und erklärte mit betont ruhiger Stimme:
Verehrter Greis. In diesen unseren lächerlichen Landen kann kein Mensch lesen. Und von dem Pakt des Prinzen mit dem Teufel weiß ich nichts und will davon auch nichts wissen. Denn die Ideen unserer Herrschaft bringen mir stets nur Verdruss. Sieh mich doch an. Dank der Königskinder kann ich keine Hinrichtungen mehr vollziehen und muss den ganzen Tag hier hinter dem Schweinestall müßig gehen. Der Richtblock zumindest dient mir als Hocker.
Der Alte Mann hielt ein. Er hatte Verständnis für die bedauernswerte Lage des Henkers. Außerdem war er neugierig geworden und fragte:
Vom Prinzen, der Dein Beil mitnahm, hast Du mir erzählt. Aber wie trugen seine Geschwister zu Deiner erzwungenen Untätigkeit bei?
Der Henker erklärte:
Mir sind drei Arten erlaubt, Leute hinzurichten. Ich darf mit dem Beil Köpfen, mit dem Strick hängen oder im Bottich ertränken. Was mit dem Beil passierte weißt Du. Den Strick nahm mir vor einer Woche der jüngere Prinz Bruno der Gestörte. Er braucht ihn, um seinen Esel anzubinden, damit er nicht wegläuft, während der Prinz ihm erbauliche Vorträge über Moralgesetzgebung hält.
Der alte Mann nickte verständnisvoll:
Den sah ich beim Eintreten. Das macht er schon seit einer Woche?
Seit einer Woche! bestätigte der Henker. Wir alle hier bedauern den armen Esel sehr.
Aber was ist mit dem Wasserbottich? fragte der alte Mann.
Darauf der Henker:
Den hat sich die Prinzessin Leonie, die überhebliche vorbehalten. Sie pflegt seit kurzem jeden Tag ein heißes Bad zu nehmen.
Der alte Mann war immer noch ein wenig verwirrt:
Noch eine Frage gestatte mir, Henker: Der König sagte mir heute morgen, er hätte nur einen einzigen Sohn?
Der Henker grinste:
Das sagt er immer. Nur einen, welcher dereinst sein Reich erben wird. Die anderen erben es nicht. Die erben etwa anderes.

Das war deutlich einsichtig. Die beiden schwiegen jetzt nachdenklich und betrachteten eine Weile ein paar Ferkel, die sich am Waldrand vergnügt im Schlamm suhlten.

Aber was soll ich denn jetzt machen? Fragte der alte Mann schließlich.
Geh doch zum Teufel und frag ihn einfach selber. Kam die Antwort vom Henker.
Der Alte Mann schaute Hilflos:
Wo soll ich denn jetzt den Teufel finden?
Der Henker lächelte milde ob der Unwissenheit des alten Mannes:
Geh einfach ins Dorf der Verdammten. Die Leute dort haben oft mit dem Teufel zu tun und können dir bestimmt sagen, wo du ihn finden kannst. Vielleicht triffst du ihn vielleicht sogar selbst dort an, wenn du Glück hast.
Aber ich habe noch nie in meinem Leben vom Dorf der Verdammten gehört. Wie komme ich da hin? Der alte Mann schüttelte verzagt den Kopf. Der Henker aber erklärte ihm freundlich:
Das Dorf der Verdammten liegt im Hinterletzten Winkel unseres Lächerlichen Reiches, direkt zwischen den Elenden Anhöhen und der Lebensfeindlichen Einöde. Kein Mensch auf der Welt weiß, was es dort soll. Und nur sehr wenige Leute wissen überhaupt, dass es existiert. Denn um von hier aus zum Dorf der Verdammten zu gelangen, müsste man die Undurchdringlichen Sümpfe durchqueren. Und das ist bisher noch keinem Menschen gelungen.
Der alte Mann war entsetzt:
Aber dann werde auch ich niemals dorthin gelangen. Und bevor ich in den Sümpfen qualvoll verende, kann ich gleich bei dir bleiben und warten, bis du dein Beil wiederbekommen hast.
Der Henker wunderte sich über Naivität dieses zwar freundlichen, aber doch sehr einfachen alten Mannes. Also erklärte er geduldig:
Ich habe dir doch schon gesagt, dass ich mein Beil nicht so bald wiederbekommen werde. Und nichts ist einfacher, als ins Dorf der Verdammten zu gelangen. Jede Woche schicken wir eine gesengte Sau durch die Sümpfe. Die schafft den Weg in zwei oder drei Stunden.

Der alte Mann glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Das war wirklich der seltsamste Tag seines Lebens. Er starrte jetzt den Henker mit offenem Mund entsetzt an. Der wiederum genoss die Unterhaltung mehr und mehr.
Hör mir zu alter Mann, fuhr er fort. Du wendest Dich an den Jungen, der dort hinten bei den Ställen steht.

Der alte Mann schaute in die angegebene Richtung und erst nach längerem Hinsehen erkannte er tatsächlich einen jungen mit fahlem Gesicht und grauer Kleidung, der sich unauffällig in eine Ecke drückte.

Der Henker erklärte weiter:
Das ist der unscheinbare Hans, der jüngste Sohn unseres Königs. Er ist als Herzog für den Hinterletzten Winkel und die elenden Anhöhen eingesetzt. Ihm nennst du dein Begehr und er wird dir mit Freuden helfen.

Und tatsächlich, der alte Mann brauchte ihn kaum anzusprechen und der unscheinbare Hans verschwand eilig in einem der Ställe. Kurz darauf kam er mit einem riesigen Eber am Halfter wieder und hieß dem alten Mann, ihm zu folgen. An einem Schuppen hielten sie und der unscheinbare Hans holte einen mächtigen Sattel. Der alte Mann musste ihm helfen, den Sattel auf dem Eber festzuschnallen. Dann gingen sie weiter auf das schlammige Feld vor dem Tor des Palastes. Dort standen einträchtig versammelt der Henker, Prinzessin Leonie die Überhebliche, Prinz Bruno der Gestörte mit seinem Esel und einige Knechte und Höflinge. Sogar der König selbst hatte sich von seinen wichtigen Amtsgeschäften aus seinem Audienzzimmer entfernen können. Das kommende Spektakel wollte er sich auf keinen Fall entgehen lassen. Freudig begrüßte er den alten Mann:
Wie schön, dich so beflissen bei der Arbeit zu sehen. Ich wusste doch, dass ich mich auf dich verlassen kann. Jetzt steig aber hurtig auf Deinen Eber. Je eher du los reitest, desto eher bist du wieder hier mit meinem Bericht.

Gemeinsam hievte der versammelte Hofstaat den Alten Mann auf den Eber. Schließlich banden sie ihn mit einem dicken, langen Strick dort fest. Der alte Mann wunderte sich, wo der Strick auf einmal herkam, aber er unterließ es in dieser Situation wohlweislich, den Henker darauf hinzuweisen. Irgendwer hatte eine Schüssel mit weiß glühenden Kohlen herangebracht, darin ein Brenneisen wie es für Pferde und Rindvieh benutzt wird. Der König ergriff das glühende Eisen und lächelte melancholisch. Zum alten Mann sprach er:
Sieh her, unser Familienwappen. Mein Großvater hat einst dieses Eisen angeschafft, als er in den Viehhandel einsteigen wollte. Aber das Leben erlaubte es nicht und anstatt Viehhändler musste er König werden, Gott hab ihn selig.

Entschlossen drückte der König das glühende Brenneisen dem Eber auf den gewaltigen Hinterschinken. Der quiekte gellend und stob in wildem Galopp davon, während der alte Mann obenauf in Todesangst schrill kreischte. Das ganze Spektakel aber wurde noch übertönt vom frenetischen Jubel des versammelten Hofstaates vom hölzernen Palast. Der Galopp des Schweins ins Dorf der Verdammten war halt jedes Mal ein besonderer Höhepunkt für die illustre Gemeinschaft. Glücklicher weise kam just in diesem Augenblick Prinz Jakob, der Leichtsinnige aus dem Wald. Ihm folgten ein paar Diener, die schwer an sieben Klaftern Holz zu schleppen hatten. Das Henkersbeil hatte der Prinz natürlich im Wald liegengelassen. Aber niemand nahm ihm es übel, zu groß war die Freude, dass die königliche Familie sich gemeinsam am rasenden Eber ergötzen konnte, dieses Mal sogar mit einem kreischenden Reiter auf dem Buckel. Doch das Vergnügen war ein kurzes, schnell verschwand der gesengte Eber im tiefen Wald. Die Zuschauer zerstreuten sich und gingen vergnügt ihrem weiteren Tagewerk nach. Prinzessin Leonie, die Überhebliche ließ schnell das Holz ihres Bruders einsammeln. Bevor der sich entsann, wozu er es brauchte, würde sie längst dreimal ein Feuer habe entfachen lassen um Wasser zu kochen für ihr tägliches Bad. Nur Prinz Bruno der Gestörte weinte bitterlich: Sein geliebter Esel hatte den Moment allgemeiner Unaufmerksamkeit geschickt genutzt und sich auf Nimmerwiedersehen davongemacht.

Das Erste Kapitel findet Ihr hier. Der ganze Märchenroman über den alten Mann wird auf dieser Seite als kompletter Text veröffentlicht, jeweils ergänzt wenn ein neues Kapitel als Blogbeitrag erschienen ist. BB